Biberfamilien treffen den Bischof Nikolaus in der Hohen Ward

Jedes Mal, wenn sich viele Kinder mit ihren Eltern auf den Weg machen, von der Reithalle Albersloh in die Hohe Ward, ist wieder die Erwartung groß, den Bischof Nikolaus im Wald zu treffen. Unter den Biberburgkinder geht sogar das Gerücht, er solle dort wohnen.

Die Familien und Mitarbeitende der Kita Biberburg freuten sich über trockenes Wetter und hatten gerade einen Kreis auf der großen Wiese im Herzen der Hohen Ward gebildet, als schon der Nikolaus von weitem zu sehen war.

Ein Raunen ging durch die Runde, kam doch der heilige Mann in vollem Ornat mit seinem Bischofsstab und einem gewaltigen Sack über der Schulter zwischen den großen Bäumen hindurch.

Eilig stimmte Chrischi Wolf ein Lied auf seiner Gitarre an und dem Bischof scholl aus den Reihen der Kinder und Erwachsen „Sei gegrüßt, lieber Nikolaus“ entgegen.

Gespannt waren alle, als der Nikolaus seinen Sack öffnete und die Socken herauszog, die doch in der vergangenen Woche noch in den Kita-Gruppen an einer langen Wäscheleine aufgehängt waren. Tags zuvor waren sie plötzlich über Nacht aus der KiTa verschwunden und tauchten nun mit Leckereien gefüllt wieder auf.

Mutig ging jedes einzelne Kind zum Bischof Nikolaus, um seine Gabe entgegenzunehmen. Die Vorschulkinder der Biberburg trugen als Dank ein Gedicht vor, was mit Applaus aus der Runde belohnt wurde.

Der Nikolaus hatte außer den Socken auch eine Geschichte im Gepäck. Er erzählte vom übermütigen kleinen Stern, der den weisen Männern aus dem Morgenland den Weg zur Krippe zeigen sollte, aber am Himmel immer hin und her und kreuz und quer umher flog. Glücklicherweise fanden die heiligen drei Könige den Weg zum Stall trotzdem und der kleine Stern hatte seine Aufgabe erfüllt.

Der Nikolaus verabschiedete sich schließlich mit der Erklärung, er habe noch sehr viel zu tun, mit allen Besuchen bei Kindern in der ganzen Welt. Die Biber nahmen Abschied mit einem Lied und stärkten sich anschließend mit ihrem mitgebrachten Winterpicknick.

Kleines Haus auf großer Reise

Eine Spende der besonderen Art hat unsere Kita im Sommer 2025 erhalten. Die VEKA AG mit Hauptsitz in Sendenhorst hat ein Mobile Home an unsere Einrichtung weitergegeben. Das Tiny House stand einige Jahre auf dem Gelände der VEKA AG und wurde als Ausstellungs- und Besprechungsraum genutzt. Seit dem Sommer findet es als Biber-Häuschen eine neue Verwendung als Team- und Arbeitsraum des Personals und für Elterngespräche. Auch für externe Kooperationspartner, wie die Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche des Caritasverbandes oder der Beratungsstelle EFL des Bistums Münster steht die Tür des Häuschens offen.

In Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen und Engagierten haben Vorstand und Leitung der Biberburg die nötigen und sehr vielfältigen Schritte zur Verwirklichung des Projektes bewältigt. Besonders unser Kita Vater Matthias Koch, der im wirklichen Leben bei VEKA beschäftigt ist, hat die richtigen Fäden gezogen, all sein Knowhow eingesetzt. Wir danken ihm und auch besonders Elke und Andreas Hartleif (Personalvorständin und Vorstandsvorsitzender der VEKA AG) ganz herzlich für den großartigen Einsatz (für die gute Sache)!

Die Stadt Sendenhorst hat unkompliziert und unbürokratisch die Grenze des Kita Grundstückes um einige Meter auf den öffentlichen Spielplatz verschoben, um Platz für das neue Gebäude zu schaffen. Das Häuschen fügt sich wie selbstverständlich in das Bild der Kindertagesstätte ein. Die Nachbarschaft zeigte sich außerordentlich kooperativ und viele Albersloherinnen und Albersloher nahmen großen Anteil am Verlauf der Aufstellung.

Diese gestaltete sich sehr spannend, waren es doch 70 qm mit 11 Tonnen Gewicht, die, zu nächtlicher Stunde, an einem Stück auf einem Schwertransport von Sendenhorst nach Albersloh bewegt wurden. Höchst aufregend wurde es im Morgengrauen, als der, vor der Kita positionierte Kran, das Tiny House von der angrenzenden Pferdewiese über eine hohe Hecke auf den Bestimmungsort schweben ließ.

Nun freuen sich alle in der Biberburg über den erweiterten Raum, der im Bestandsgebäude zulässt, Räume für die Kinder umzunutzen. Der bisherige Personalraum wird als Biber-Bistro zum Essen genutzt, der große Spielflur wird zum MINT-Forschungsbereich umgestaltet.

Judith Heimann

Kinderpflegerin

Bärenhöhle

Judith liebt die Bewegung im Haus und im Garten, nutzt gerne unser Vorlese-Sofa zum ausgiebigen Lesen mit den Kindern und ist kreativ am Mal- und Basteltisch

Wilder Westen in Albersloh

In Albersloh werden Cowgirls und Cowboys gesichtet. Sie galoppieren mit fliegenden Hüten durch Sand und Gras, während runde Ballen aus Gestrüpp durch die Landschaft wehen.

Statt in Hollywood dreht Regisseur Chrischi Wolf gemeinsam mit Regieassistentin Hannah Pohl an der Kita Biberburg einen Western mit den Maxi.

Die begeisterten zukünftigen Schulkinder haben ein spannendes Western-Filmprojekt auf die Beine gestellt. Mit viel Fantasie inszenieren die jungen Schauspieler eine aufregende Geschichte, die von wilden Reitern des Ponyexpress, Gangstern und mutigen Revolverheldinnen handelt.

Es geht um ein Schachspiel, genauer gesagt um „Fernschach“. In Ermangelung von Telefon und ähnlichen Hilfsmitteln spielt Isabella von der Ostküste Amerikas im Jahr 1860 gegen ihre Freundin Friederike an der Westküste Zug um Zug. Die jeweiligen Schritte auf dem Schachbrett werden per Ponyexpress übermittelt. Die Reiterinnen und Reiter haben viele Abenteuer zu bestehen.

Die mutigen Ponyreiter treffen auf eine Bande von Gangstern, die mit gezinkten Karten ein Kartenspiel manipulieren, sowie einem dramatischen Blinzel-Duell, das von der mutigen Sheriffin beendet wird. Das Highlight des Films ist zweifellos das spannende Eingreifen der Revolverheldin, die als Meisterschützin die hochgezogene Hängebrücke über einem reißenden Fluss herunterschießt und so für das Weiterkommen der Reiterinnen sorgt.

Dramatisch setzen sich die Helden des wilden Westens bei der Rettung einer zu Ertrinken drohenden Ziege ein.

Die jungen Filmemacher zeigen viel Kreativität und Mut bei der Umsetzung ihres Western-Abenteuers. Das Projekt fördert nicht nur die Fantasie, sondern auch Teamarbeit und Selbstvertrauen – Eigenschaften, die die zukünftigen Generationen auf ihrem Weg begleiten werden.

Regisseur Chrischi Wolf hat schon verschiedentlich mit den jungen Nachwuchstalenten der Biberburg gedreht. Im Herbst ist das erste Filmfestival in Albersloh geplant.

Hier werden die Oscarverdächtigen Streifen einem interessierten Publikum vorgestellt. Hollywood ist nicht uninteressiert an der Veranstaltung, so wird gemunkelt.

Sola

Kita-Hündin

Unsere engagierte freie Mitarbeiterin Sola ist in Teilzeit in der Biberburg. Sie hat bereits Berufserfahrung in der Tagespflege für Senioren. Ihre Schwerpunkte sind Trösten und Freude bringen. Privat lebt Sola bei unserer Kollegin Hannah Pohl aus dem Maulwurfshügel.